Neurodermitis

Die  Neurodermitis  ist  eine chronische Erkrankung, mit individuellem Charakter.  Nach meiner Ansicht und nach Meinung vieler  Homöopathen, ist die Neurodermitis eine Erkrankung, die auf dem Nährboden  einer erbgenetischen Tuberkulose entsteht. Das bedeutet, es gab in der Familie (Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, direkte Verwandte) irgendwo die Tuberkulose.

Die  Auslöser für den Ausbruch der Neurodermitis sind sehr vielfältig: Psychische Belastungen, Nahrungsmittelallergien, Störungen der Darmflora durch Antibiotika, Impfungen, Medikamente,  Giftstoffbelastungen  (Amalgam der Mutter), zu viele Aktivitäten, Hormonumstellung (Klimakterium) etc.

Die Behandlung ist sehr individuell und bezieht sich hauptsächlich auf die  erbgenetische  Tuberkulose und die Auslöser der Erkrankung. Dabei ist  es wichtig, daß die Behandlung immer von Innen nach Außen verlaufen  muß,  denn  jede Behandlung von Außen (Cortisonsalben etc.) birgt die  Gefahr  in sich, daß die Erkrankung nach Innen gedrückt wird. Aus einer Neurodermitis wird Asthma.

Was ist zu berücksichtigen?

I m p f u n g e n

Impfungen  an sich gefährden die Gesundheit (Literaturempfehlung bitte gesondert  erfragen).  Bei  Hühnereiweißempfindlichkeit gilt besondere Vorsicht,  denn  Impfstoffe  gegen folgende Krankheiten werden aus Geflügelembryonen  hergestellt:  FSME  (Zecken), Gelbfieber, Grippe, Masern,  Mumps,  Röteln,  Tollwut. In Impfstoffen enthaltene Antibiotika (Neomycin,  Streptomycin)  können ebenfalls allergische Impfreaktionen auslösen.

Die Polioschluckimpfung ist nicht immer nur süß, sondern kann auch gefährlich sein. Viele eigene und in der Literatur beschriebene Beispiele  verdeutlichen den wichtigen Zusammenhang zwischen der Polioimpfung und  der  Neurodermitis, die dadurch ausgelöst oder verschlimmert oder deren Heilung dadurch blockiert werden kann – nicht muss.

N a h r u n g s m i t t e l a l l e r g i e n

Nahrungsmittelallergien  können je nach persönlichem Zustand sehr schwanken und sind durch Tests nicht unbedingt erfassbar, da es keine Kombinationstestungen gibt. Sollte ein Mensch auf Möhren nur dann reagieren, wenn er vorher eine Banane gegessen hat, dann ist dieses durch Testungen nicht zu ermitteln.

Bei bestehenden Intestinalmycosen – Pilzen im Darm – was ein heutzutage sehr häufig anzutreffender Zustand ist, bestehen oftmals sogenannte Pseudoallergien.  Das bedeutet, es besteht eine Nahrungsmittelallergie nur in Verbindung mit den Pilzen – sind diese Mitbewohner im Darm erst einmal  verschwunden, sind auch die Nahrungsmittelallergien weg. Intestinalmycosen  entstehen  u.a. durch die heute sehr verbreiteten Antibiotikatherapien.

Bei allen Allergien stellt sich nicht unbedingt die Frage, worauf ein Mensch reagiert, sondern warum ein Mensch reagiert. Allergien haben mit den Funktionen im Organismus zu tun und sind als Hilfeschrei des Körpers zu deuten. Untersuchungen sollten sich immer nur auf die Funktionsweisen der körperlichen Regelkreise beziehen.

E r n ä h r u n g

Was soll eine Neurodermitiker essen oder meiden? Hierfür gibt es keine pauschale und verbindliche Auskunft. Es gibt allerdings eine Menge Erfahrungen zur Ernährung bei Neurodermitis.

Als  wichtigster  Grundsatz  gilt:  Keine  Fertiggerichte! Nur was man selbst zubereitet hat, ist durchschaubar!

K u h m i l c h :

Es  ist der Hauptübeltäter, daher oberstes Gebot, die Kuhmilch weglassen.  Gesäuerte Milchprodukte, wie Joghurt und Quark sind oftmals besser  verträglich. Milch ist Natur aus für die Aufzucht von Kälbern gedacht,  nicht  als  Nahrungsmittel für uns Menschen. Es fehlt uns auch nach  dem  ersten Lebensjahr ein spezieller Verdauungsfaktor im Magen, um die Milch für den Organismus nutzbar zu machen.

Ersatz:  Sahne verdünnt, Ziegenmilch, Schafsmilch, Mandelmilch, Kokosmilch, Pregestimil, Stutenmilch

Wichtig:  Säuglinge,  die an Neurodermitis leiden sollten mindestens 6 Monate  gestillt  werden, dabei sollte die stillende Mutter selbst auf das Trinken von Kuhmilch verzichten.

Um den Calciumbedarf zu decken empfehle ich Schachtelhalmtee und Weleda Aufbaukalk.

E i e r:

Nach  der  Kuhmilch ist Hühnereiweiß ein sehr häufiges Allergen (40%). Es  sollte nach Möglichkeit vermieden werden auch an versteckte Eier in den Nahrungsmitteln denken.

F l e i s c h:

Nach  den  Erfahrungen  der Naturheilkunde bleibt es unbestritten, daß Fleisch  für  den  Organismus  eine Belastung darstellt und das Gewebe übersäuert.  Pflanzliche  Nahrungsmittel  sind besser verträglich. Wir müssen  nicht gleich zum Vegetarier werden, sollten allerdings Fleisch nur in Maßen genießen und nur aus biologischer Tierhaltung.

W u r s t w a r e n:

Da wir nicht genau wissen, was drin ist, sollte zu Beginn der Therapie grundsätzlich auf Wurst und Wurstwaren verzichtet werden.

F i s c h :

Nach  den Untersuchungen reagieren 22% aller Neurodermitiker auf Fisch allergisch.  Nach meiner Empfehlung sollte nur ein selbst zubereiteter Fisch  gegessen werden. Keine eingelegten oder geräucherten Fische essen.

O b s t:

Zitrusfrüchte  sind  wegen der Fruchtsäure unverträglich, Orangen, Zitronen, Grapefruit, Mandarinen.

Häufig unverträglich sind Johannisbeeren, Zwetschgen und Ananas Gut verträglich sofern keine Intestinalmycosen bestehen sind: Melone,  Brombeeren,  Blaubeeren, Himbeeren, Birnen, Aprikosen, Mango.

Äpfel  und  Bananen  können durch die Häufigkeit oft allergieauslösend wirken, sind in einer Rotation (nur alle 4 Tage essen) unkritisch.

O b s t s ä f t e:

Alle  Obstsäfte  enthalten  Schimmelpilze  oder werden mit Enzymen von Schimmelpilzen  hergestellt.  Diese  verursachen Pilze im Darm mit der Auswirkung der Stoffwechselbeeinträchtigung.

Wenn  Obstsäfte,  dann  lieber selbst pressen. Bitte daran denken, daß alle Säfte nur verdünnt getrunken werden sollten.

Z u c k e r   u n d   S ü ß i g k e i t e n:

Zucker  ist  nicht  nur Gift für die Zähne, sondern eine Belastung für den gesamten Organismus – Zucker schwächt – Zucker macht Körperverletzung!

Süßigkeiten  führen beim Neurodermitiker oft schon kurz nach dem Genus zum  Juckreiz.  Wobei es nicht nur der Zucker allein ist, sondern auch die  ganzen  Zusatzstoffe  in  den  Süßigkeiten, die juckreizauslösend sind.

Alle  raffinierten Kohlehydrate sind außerdem ein idealer Ernährer der Darmpilze.

Süßstoffe  bestehen  aus  verschiedenen  körperfremden Chemikalien und sind  deshalb nicht empfehlenswert. Canderel-Süßstoff ist für Allergiker noch am besten verträglich.

Traubenzucker,  Kandiszucker,  Fruchtzucker und brauner Rohrzucker ist wie Haushaltszucker zu verstehen – daher strikt zu meiden.

G e m ü s e:

Nahrungsmittel,  die  wir täglich zu uns nehmen, können allergisierend wirken. Daher sind bei Säuglinge, die ständig Karotten zu sich nehmen, auf dieses Gemüse allergisch.

Wichtiger  Grundsatz:  Alle  Gemüsearten  im Wechsel von 4 Tagen essen (Rotationskost).

G e t r e i d e:

Am  Anfang  der Therapie sollte ganz auf Brot verzichtet werden, da sowohl auf Weizen als auch auf Emulgatoren und Backtriebmittel eine Reaktion mit Hautverschlechterung eintreten kann.

Später  kann  selbstgebackenes  Brot mit in den Speiseplan aufgenommen werden,  wobei  es  nicht  immer gleich Vollkorn sein muß. Mancher reagiert  auf  die  Randschichten des Getreides allergisch. Wichtig sind die ganzen Zusatzstoffe, die benutzt werden, wie z.B. Backtriebmittel, Emulgatoren usw.

N ü s s e:

Nüsse  rangieren  mit einer Allergierate von 22% sehr weit oben. Daher sind alle Nüsse vorerst vom Speiseplan zu streichen!

G e t r ä n k e:

Hier gilt das gleiche wie schon beim Gemüse gesagt. Die Häufigkeit eines  Stoffe bestimmt oftmals die Allergie. Daher sind in vielen Fällen Fencheltee, Kamillentee und Pfefferminze allergisch wirkende Getränke. Daher  heißt  es: auch Kräutertees wechseln und keine Mischungen trinken.

Besonders gut verträglich sind Stiefmütterchen-, Holunder-, Lindenblüten-, Schachtelhalm- und Brombeerblättertee.

Kaffee und Tee sind zu meiden!

Z u s ä t z e  i n  L e b e n s m i t e l n:

Zusätze in Lebensmitteln können Hautausschläge auslösen oder auch verantwortlich sein für starken Juckreiz.

Aromastoffe: Hydroxicitronellae, Chininsulfat, Chininhydrochlorid:

Brause, Kunstspeiseeis, Pudding, Kaugummi, Bitter Lemon

Antioxidantien: BHA=E 320, BHT=E 321, E 310 312, Acethylsalizylsäure:

Walnußkerne, Kaugummi, Trockensuppe, Marzipan, Salzchips, Nougat, Erdnußcreme, Instant Kartoffelprodukte.

Emulgatoren, Stabilisatoren: Lecitine:

Hergestellt aus Hühnerei – daher häufig nicht gut verträglich

Geschmacksverstärker: Natriumglutamat:

Chinesischem Essen, Tiefkühlkost, Konserven, Sojasauce, Wurst

Farbstoffe: E 102, E 127, E 150, E 110, E 123, E 124, E 131, E 132: Marmelade, Eis, Süßigkeiten, Margarine, Pudding, Fertiggerichte

Konservierungsstoffe:  E  200,  E  312, E 214-219, E 230-232, E 233, E250, Schwefeldioxid und Sulfite:

Fischmarinaden,  Majonaise, Saucen, Salatsaucen, Fruchtjoghurt, Süßigkeiten, Halbfettmargarine, Geräuchertes, Gepökeltes.

Synthetische Vitamine: Vit. C, Vit. B

Herstellung  erfolgt meistens aus Schimmelpilzen (Vit. C) oder aus Hefepilzen (Vitamin B).

Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden?

Stuhluntersuchung

Die Laboruntersuchung bezieht sich auf die wichtigsten Funktionsparameter – Gallensäure, Bauchspeicheldrüsen-besaftung  (Pankreaselastase) und Schleimhautschutz (IgA).  Die Untersuchung auf Pilze, Würmer und Bakterien erübrigt sich durch die Analyse der Funktionsparameter.

Urinuntersuchung

Durch eine Urinüberschichtungsuntersuchung können Stoffwechselstörungen festgestellt werden.

Blutanalyse

Bei großen Kindern und bei Erwachsenen wird eine große Blutuntersuchung empfohlen. Wir untersuchen den Stoffwechsel, auf Mangelerscheinungen, Organfunktionen, und die Regelmechanismen im Körper, wie z.B. das Hormonsystem.

Computer-Regulationsmessung

Bei großen Kindern und Erwachsenen kann durch eine computergesteuerte Regulationsmessung genau ermittelt werden, in welchen Körpersegmenten Störungen auftreten.

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