Der Thymus nimmt eine zentrale Stelle in unserem Immunsystem ein. In dieser unscheinbaren, hinter dem Brustbein gelegenen Drüse reifen bestimmte Zellen unserer Körperabwehr heran, die hier zwischen "Selbst" und "Fremd" zu unterscheiden lernen.
Das ist eine Voraussetzung für eine funktionierende Abwehr gegen Bakterien, Viren, Krebszellen und andere Krankheitsursachen. Aus diesem Grund hat man die Thymusdrüse auch als Schule der Immunabwehr bezeichnet.
Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, produziert der Thymus eine ganze Reihe von Eiweißstoffen, die Thymosine. Diese Substanzen tragen dazu bei, dass neue Immunzellen herangebildet werden, dass sie einen Reifungsprozess durchlaufen und so das Immunsystem mit ganzer Kraft arbeiten kann.
Unglücklicherweise lässt die Produktion an Thymuspeptiden im Lauf der Jahre nach. Je älter wir also werden, desto schwächer arbeitet unser Immunsystem; die Anfälligkeit für altersbedingte Beschwerden wird größer. Rheumatische Erkrankungen, Erschöpfungszustände und Stressanfälligkeit nehmen zu.
Diesen Prozess kann man natürlich nicht umkehren, aber man kann ihn mildern - indem man dem Körper Thymuspeptide von Tieren zuführt. Mit solchen regulierend wirkenden Substanzen können wir eine ganze Reihe von Krankheitsbildern sinnvoll eingreifen.
Woher kommt Thymus?
Thymusextrakte werden aus Briesdrüsen junger Kälber gewonnen und zu Spritzen verarbeitet. Sie sind durch spezielle Filterverfahren völlig steril, zellfrei und werden durch autorisierte Überwachungslaboratorien auf einem Standard gehalten, der den Anforderungen internationaler Normen GMP und dem Deutschen Arzneibuch entspricht.
Ein offenes Wort zur BSE-Problematik
Selbstverständlich müssen Medikamente in ihrer Anwendung für Patienten sicher sein. Werden Arzneimittel als tierischen Quellen hergestellt, müssen die Tiere gesund sein. Die Arbeitsgemeinschaft für Immunmodulation, deren Mitglied wir sind, verwendet Thymusorgane aus neuseeländischen oder australischen Tierquellen. Beide Länder sind BSE-frei.
Gibt es Nebenwirkungen?
Thymusextrakte sind im allgemeinen sehr gut verträglich. Als Nebenwirkungen können leichte Rötungen kurz nach der Spritzung auftreten, die jedoch bald wieder abklingen.
Thymusextrakte sollten nicht bei Schilddrüsenüberfunktion, in der Schwangerschaft und bei gleichzeitiger immunsupressiven Chemotherapie eingesetzt werden.
Thymustherapie im integrativen Konzept
Die Thymustherapie umfasst 20 Injektionen und lässt sich durch weitere Komponenten wirkungsvoll ergänzen.